Wie du deinen KI-Assistenten einrichtest, der viel mehr kann als nur chatten
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# Zusammenfassung: Wie du deinen KI-Assistenten einrichtest, der viel mehr kann als nur chatten
Webinar mit Marit Alke am 6. Oktober 2026. Aufzeichnung: https://youtu.be/zbOoy4T6spg
## Worum es ging
Ein How-to für alle, die frisch mit Claude als Assistent in der Desktop-App (Claude Cowork) starten: Was richte ich zuerst ein, welche Einstellungen sind wichtig, wie verbinde ich Claude mit meinen Tools? Dazu eine Demo, in der Claude auf einen Schlag einen kompletten kostenlosen Mini-Videokurs mit allen Materialien erstellt.
## Chatbot oder Cowork: der Unterschied
Im reinen Chat liefert die KI Ergebnisse, aber Dateien muss man selbst hochladen, herunterladen und weiterverarbeiten. In der Claude Desktop-App arbeitet Claude (Cowork) direkt in deinen Ordnern und Programmen auf deinem Rechner. Es gibt sie auch in der kostenlosen Version, dann aber nur mit Chat. Cowork braucht die Bezahlversion und läuft auf dem Computer, nicht auf Handy oder Tablet. Eine auf dem Rechner begonnene Aufgabe lässt sich aber vom Handy aus weiterführen, solange die App am Rechner geöffnet bleibt. Chat und Cowork sollen in Zukunft zu einer Oberfläche zusammenwachsen.
Das Besondere an agentischer KI: Claude arbeitet ganze Ketten von Aufgaben selbstständig ab, innerhalb des Rahmens, den du absteckst. Der dauerhafte Zugriff auf Ordner und Dateien ist der eigentliche Kern, denn so entsteht nach und nach ein Unternehmensgedächtnis.
Marits Ansatz: Sie lässt Claude nicht frei laufen, sondern spielt jeden einzelnen Schritt einmal selbst mit ihm durch, so als säße ein neuer Assistent neben ihr. Erst danach werden die Schritte zu größeren Abläufen kombiniert.
## Ist der Ordnerzugriff riskant?
Man gibt ein Stück Kontrolle ab, das gehört dazu. Claude kommt aber nur an den Ordner, den du freigibst, und fragt nach, wenn ihm der Zugriff fehlt. Cowork hat klarere Regeln als Claude Code. Marits Empfehlungen: keine Klardaten von Kunden in den Chat, keine Passwörter im Ordner (die gehören in einen Passwortmanager), und hochsensible Dinge wie Gesundheitsdaten gar nicht erst auf der Arbeitsfestplatte lagern. Wer Mitarbeitende hat, braucht eine zusätzliche Sicherheitsschicht.
## Die Demo: ein Mini-Videokurs mit 14 Materialien
Ausgangslage: drei fertige Videos, ein eingesprochener Text für die Anmeldeseite, ein Hintergrundbild. Mit einem kompakten Prompt entstanden in Marits Designsystem drei Landingpages bzw. Kursseiten, fünf Autoresponder-Mails, ein PDF-Workbook, Präsentationsfolien, ein Social-Media-Karussell und ein Kasten für die Startseite. Dazu eine Übersichtsseite als Demo. Ihr Fazit: Was früher Tage dauerte, ist jetzt auf einen Schlag da, mit etwa 90 Prozent Toleranz gegenüber dem Ergebnis des Assistenten.
Im zweiten Schritt, dem Veröffentlichen, weiß Claude durch Skills, was wohin gehört: Videos zum Videohoster (bei Marit Gumlet, alternativ Vimeo) samt Einbettungscode und Transkript, Landingpages zu WordPress oder Netlify, Mails als Entwurf zu GetResponse, Social-Media-Posts über Buffer. Social-Media-Texte spricht Marit vorher selbst ein und lässt sie nicht schreiben. Der Skill verlangt außerdem, dass sie vor der Veröffentlichung Text und Bild freigibt.
## Warum das möglich war
Claude selbst hat es so beschrieben: Marit war schnell, weil die Entscheidungen vorher getroffen und aufgeschrieben waren, sodass eine Maschine sie anwenden kann. Dazu gehören ein Designsystem mit klaren Regeln, die CLAUDE.md, ein Briefing, vorhandene Beispiele im Ordner (frühere Mails, Karussells) und die Fähigkeit, die eigene Arbeit zu prüfen, indem Claude Seiten rendert und Screenshots kontrolliert. Tipp: Frag Claude immer wieder, was er gemacht hat und wie es funktioniert hat, und akzeptiere nicht einfach das erste Ergebnis.
## So startest du
1. Lege einen eigenen Arbeitsordner an, am besten mit einem Kürzel im Namen, damit du ihn leicht wiederfindest, und verbinde ihn in Claude. Besprich mit Claude, wie ihr ihn organisiert.
2. Empfehlung nach Marits Erfahrung: ein Ordner „Zu löschen“ und ein Input-Ordner, der nur deinen eigenen Input enthält und den du jederzeit ungesehen leeren kannst. Ergebnisse legt Claude in neuen Ordnern an.
3. Business-Infos als Textdatei (MD): Wer bist du, deine Zielgruppe, dein Geschäftsmodell, dein Schreibstil, deine Workflows und Tools. Deine Marke (Logo, Farben, Schriften, Beispiele, Hintergrundbilder, Icons) kommt in einen Branding-Ordner.
4. Wenn du bisher mit ChatGPT gearbeitet hast: Lass dir dort ein kurzes, strukturiertes Übergabedokument über dein Business schreiben, lade es in den Ordner und besprich es mit Claude. MD-Dateien sind für KI am besten lesbar.
5. Bei jedem neuen Projekt gibst du Claude als Vorlage deine bisherigen Ergebnisse (zum Beispiel frühere Mails als Screenshot oder HTML) und sagst, was dir gefällt und was er ändern soll.
Weitere Fähigkeiten mit Ordnerzugriff: Inhalte von Fotos und handschriftlichen Zetteln auslesen, Ordner sortieren und Dateien umbenennen, Dateien umwandeln (zum Beispiel JPEG in PDF).
## Die CLAUDE.md: deine Bedienungsanleitung
Diese Textdatei liest Claude zu Beginn jeder Arbeit zuerst. Sie sagt, welche Datei wann zu lesen ist (zum Beispiel Business-Kontext und Schreibstil bei Texten, das Designsystem bei Landingpages) und enthält Spielregeln, etwa: Keys und Passwörter nie im Chat zeigen, kein Computer Use, bei Problemen innehalten und nachfragen statt weiter zu probieren. Wenn dich etwas nervt, lass es in die CLAUDE.md schreiben. Mit CLAUDE.md fragt Claude bei „Bau mir eine Landingpage“ nicht erst alles ab, sondern liest Designsystem und Branding und schlägt direkt einen Text vor.
## Die wichtigsten Einstellungen in der App
- Datenschutz und Speicher: Du kannst Chats durchsuchen lassen und Gedächtnis aus Chats erzeugen lassen. Marit hat sensible Themen im Gedächtnis ausgeschaltet. Das Gedächtnis kannst du einsehen und per Prompt ändern.
- Cowork: Vertrauenswürdige Ordner festlegen (zum Beispiel Arbeitsordner und Input-Ordner), Dateien in einem festen Ordner ablegen lassen.
- Funktionen: Codeausführung und Dateierstellung müssen erlaubt sein, sonst ist Cowork deutlich weniger hilfreich und Skills funktionieren nicht.
- Ausgehender Netzwerkverkehr: Marit wählt nicht „alle Domains“, sondern die Paketmanager plus gezielt erlaubte Domains der Tools, die sie nutzt (zum Beispiel Zoom, Cloudinary, GetResponse, Gumlet). Sonst müsste sie vieles von Hand ins Terminal einfügen.
- Computer Use (Claude durchsucht den gesamten Rechner nach Apps) ist ihr einen Schritt zu viel, höchstens zeitweise.
## Die Verbindung nach draußen: vier Wege
1. Fertiger Konnektor aus dem Verzeichnis (unter „Anpassungen“), zum Beispiel Google Drive oder Notion. Mit den Toolberechtigungen legst du genau fest, was Claude darf.
2. Eigener Konnektor über einen MCP-Server: Du gibst Namen und URL ein und wirst durch die Anmeldung geführt. Claude erklärt dir, was der Server kann.
3. API-Skript: Wenn es keinen Konnektor gibt, lässt du dir von Claude ein Skript für die API des Tools erstellen und Schritt für Schritt erklären.
4. Browser Use: Claude klickt sich im Browser durch, zum Beispiel in WordPress. Das ist nicht Computer Use und muss erlaubt werden.
Zu WordPress: Mit einem eigenen Benutzer und einem Anwendungspasswort kann Claude zugreifen, als Redakteur ist das für die meisten Aufgaben sinnvoller als als Admin.
## Die .env-Datei: Passwörter niemals in den Chat
Passwörter und API-Keys gehören in eine versteckte .env-Datei im Arbeitsordner. Claude schreibt nur Skripte, die sich den Schlüssel dort herausholen, ohne dass er im Chat erscheint. Prompt: „Ich möchte Passwörter speichern, bitte lege eine .env-Datei für mich an und sag mir die Variablen, die du für dieses Tool brauchst.“ Auf dem Mac blendest du versteckte Dateien mit Umschalt, Command und Punkt ein.
## Skills und Puzzlesteine
Wenn ein Prozess einmal gut funktioniert hat, sag: „Mach mir daraus einen Skill.“ So entstehen Skills bei Marit, statt sie irgendwo herunterzuladen. Ihr Prinzip: Erst die einzelnen Arbeitsschritte verstehen und kontrolliert anlegen (Videos lokal schneiden, Bildcollagen bauen, Transkripte erstellen, ein Tool per Konnektor oder API anbinden). Diese Puzzlesteine lassen sich dann zu Super-Prompts verbinden, zum Beispiel: Idee aus der Notion-Datenbank holen, mit eingesprochenem Text und Stilinfos zum Newsletter machen, Grafik erzeugen und als Entwurf in das Newsletter-Programm laden.
## Das Herbstangebot
Der Claude Cowork Selbstlernkurs führt Schritt für Schritt durch diese Einrichtung und viele weitere Praxislektionen. Neu: die Powerwoche vom 4. bis 11. Dezember 2026 mit Live-Workshops, Sprechstunden, Austauschforum und Aufzeichnungen. Du kannst nur den Selbstlernkurs buchen und später aufstocken: Wer den Kurs hat, zahlt für die Powerwoche 80 Euro zuzüglich MwSt. Der Zugang zum Kurs bleibt mindestens zwei Jahre bestehen, es gibt eine 14-tägige Zufriedenheitsgarantie.
## Aus der Fragerunde
- Kurssystem in WordPress bauen lassen? Möglich, aber nichts für den ersten Schritt. Prüfen lassen, ob das Plugin über die REST-API erreichbar ist, mit Claude beraten und Schritt für Schritt vorgehen, keinen Super-Prompt.
- Passt der Kurs, wenn ich bei null starte? Eher nicht. Er setzt ein eigenes Business, ein Branding und erste Erfahrung mit einem KI-Chatbot voraus. Landingpages entstehen lokal als HTML und werden über Netlify oder WordPress veröffentlicht.
- Datenschutz und Kundendaten: Vorher anonymisieren (zum Beispiel Namen aus einer Tabelle entfernen und hinterher wieder zusammenführen) oder mit Platzhaltern arbeiten. Es gibt auch Anonymisierungs-Tools für Unternehmen.
- Powerwoche später zubuchen: Ja, bis kurz vorher, mit einem Rabattcode für Kursbesitzer.
- Social-Media-Visuals: Claude baut sie lokal als HTML und macht daraus ein Bild, mit Vorlagen, Designsystem, Hintergrundbild, Porträt und Logo. Eine KI-Bildgenerierung hat er nicht. Teilnehmende berichteten vom Adobe-Konnektor für Firefly. Neu und für die Co-Kreation hilfreich: die Dokument-Funktion, in der du Texte selbst bearbeitest.
- Canva nutzt Marit kaum noch, weil der Umweg über das Tool Zeit kostet und die Canva-KI oft enttäuscht.
- Ohne WordPress? Ja, Claude kann HTML erstellen, das sich in andere Seiten einbinden oder über Netlify veröffentlichen lässt. Der Kurs ist keine reine Einsteigerschulung, die späteren Lektionen werden anspruchsvoller. Es gibt zusätzlich einen Lernmentor-Skill, mit dem du den Kurs im Chat durcharbeitest.
Claude Cowork Selbstlernkurs plus Powerwoche im Dezember
Powerwoche: 4. bis 11. Dezember 2026, live per Zoom, buchbar bis 7. Dezember
Du willst das, was du im Webinar gesehen hast, Schritt für Schritt für dein eigenes Business umsetzen?
Im Selbstlernkurs richtest du Claude Cowork ein, automatisierst deine Prozesse und baust Skills,
die wirklich zu dir passen, in deinem eigenen Tempo. In der Powerwoche im Dezember kommst du mit mir gemeinsam
voran: mit sechs Live-Workshops, zwei Abend-Sprechstunden, einem Austauschforum und allen Aufzeichnungen.
275 € Selbstlernkurs mit Powerwoche
zzgl. MwSt., das sind 327,25 € brutto, einmalige Zahlung
Du kannst auch erst einmal nur den Selbstlernkurs buchen (195 € zzgl. MwSt., 232,05 € brutto)
und später aufstocken: Wer den Selbstlernkurs hat, zahlt für die Powerwoche 80 € zzgl. MwSt. (95,20 € brutto).